Test des neuen LOXONE Nano DI Tree

mit dem Nano Di Tree hat LOXONE das Bus Produktsortiment um einen weiteren kleveren Baustein erweitert. In diesem Beitrag will ich einmal einen genaueren Blick auf die Funktionen und die Inbetriebnahme werfen.

Montage

Der Nano Di Tree wird wie alle anderen Tree Komponenten über 4 Drähte an der Tree Extension angeschlossen. Beim Anschluss können eigentlich keine Fehler gemacht werden. Die Klemmen wie immer eindeutig über unterschiedliche Farben und eine gut lesbare Klemmenbezeichnung gekennzeichnet sind. Besonder beeindruckend ist die Baugröße von gerade einmal 4×3,5×1 cm. Damit kann das Nano Di Tree problemlos in einer Schalterdose verstaut werden, auch dann wenn in dieser Dose mehr als eine LOXONE Tree Leitung ankommt.

Ausstattung

Das Nano Di Tree hat 6 Digital Eingänge. Diese Eingänge sind als kleiner Platinenstecker ausgeführt. Ein passendes Adapterkabel zum Anschluss von Schaltern o.Ä. liegt bei. Das offene Ende des Adapterkabels wird mit mit abisolierten und versilberten Enden geliefert. So kann es direkt am Schalter angeschlossen werden und muss vor der Monate nicht bearbeitet werden.

Einrichtung

Die Einrichtung ist wie immer denkbar einfach.

  • Es besteht die Möglichkeit das Nano Di Tree über die Loxone Config zu suchen. Wenn das Nano Di Tree gefunden wurd, und in der Suchliste angeklickt wird, beginnt die Geräte LED deutlich zu blinken. Anschließend kann der Montage Raum und Position vergeben werden. Das Problem beim Einlernen über diesen Weg ist, dass entwerder vor oder während der Montage alle Nano Di Tree eingelesen werden müssen, da die Geräte LED im verbauten Zustand nicht mehr zu sehen ist.
  • Die Seriennummer ist deutlich und gut lesbar auf dem Gehäuse aufgedruckt. In der LOXONE Config kann die Seriennummer zu dem Nano Di Tree auch von Hand eingegeben werden. So ist es also auch möglich, die Zuordnung des Nano Di Tree zu machen, ohne die Geräte LED zu sehen. Es muss lediglich festgehalten werden, wie die Seriennummer zur Montageposition ist.
  • Sollte es dennoch einmal vorkommen, das die Zuordung über die Seriennumer oder die Suche/Geräte LED nicht möglich ist gibt es auch noch die Variante über den Tree Monitor. Ein nicht eingelernte Nano Di Tree übermittelt seine Seriennummer im Tree Monitor wenn ein Eingang geschaltet wird. So kann über den Tree Monitor die Seriennummer durch Schalten eines Einganges ermittelt werden. Anschließend kann das Nano Di Tree in der Config angelegt und die Seriennummer von Hand eingegeben werden.

Schwachstellen

Auf den ersten Blick fallen mir nur 2 Schwachstellen auf:

  • Am Adapterkabel ist nicht beschriftet welcher Draht welchem Eingang zugeordnet ist. Man muss die Belegung dem Beipackzettel entnehmen. Mit Einer kleinen Eselsbrücke kann man sich die Belegung aber gut merken. Der gemeinsame Draht, der die 24V für die Schalter liefert hat die selbe Farbe wie die Klemme am Tree Anschluss. Von dieser Seite aus werden dann die Eingänge von 1-6 gezählt.
  • Die Länge der einzelnen Drähte ist etwas kurz. Für die Montage von zwei Tastern nach dem Tastenstandart ist die Länge gerade noch ausreichend. Sollen aber Beispielsweise 3 Jalousieschalter untereinander montiert werden, müssen die Drähte für den 3. Schalter verlängert werden.

Fazit

Persönlich finden ich das Nano Di Tree eine perfekte Ergänzung zu den bereits vorhanden Tree Produkten. Besonders das Verhältnis Eingangsanzahl zu Baugröße finde ich gut. Somit kann der Verdrahtungsaufwand im Smart Home durch das Nano Di Tree deutlich gesenkt werden. Besonders an Stellen an denen viele Schalter o.Ä. zusammen kommen können Kabel gespart werden. Beispielsweise an Türen oder Fenstern, wo zusätzlich Öffnungskontakte und ggf. Schalter für die Beschattung vorhanden sind. Dabei werden gleichzeitig erheblich weniger Eingänge am Miniserver oder den Extensions belegt. Über die genannten Schwächen kann ich gut hinwegsehen, da man sich mit der Eselsbrücke gut helfen kann und ich ohnehin immer Schaltstellen nach dem Smart Home Standard bevorzuge.


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